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Das Enzym Tyrosinase und graue Haare

Mit dem Erscheinen der ersten grauen Haare wird vielen Menschen das eigene Altern erstmals bewusst und greifbar. Es beginnt häufig mit einzelnen Haaren an den Schläfen und es wird stetig mehr, bis der ganze Kopf grau oder weiß schimmert.

Der Grund dafür ist das Fehlen der Pigmentes Melanin in den Haaren. Dieses Pigment bestimmt unsere natürliche Haarfarbe und wird im Normalfall von den Melanozyten in den Haarfollikeln ins Haar eingearbeitet. Ist kein oder zu wenig Melanin vorhanden, so bauen die Melanozyten stattdessen kleine Luftbläschen in die Hornschichten des Haars ein, was unser Auge dann als grau oder weiß wahrnimmt.

Die Tyrosinase ist an der Entstehung von Melanin aus Tyrosin maßgeblich beteiligt. Ist es in zu niedriger Menge vorhanden, so ist auch die Produktion Melanin gestört und die Haare werden in der Folge grau.

Was ist Tyrosinase?

Tyrosinase ist ein Enzym, welches aus 511 Aminosäuren besteht, Kupfer enthält und die Oxidation der Aminosäure Tyrosin katalysiert. Es kommt in fast allen Lebewesen der Erde vor und ist für die Melaninsynthese – also die Produktion des Farbpigments Melanin im Körper – zwingend notwendig. Bei Menschen mit Albinismus zum Beispiel kommt es entweder nicht, in geringer Menge oder in veränderter Form vor. Das hat zur Folge, dass dort auch kein oder nicht ausreichend Melanin verfügbar ist und so nicht nur die Haare ganz hell sind, sondern auch die Haut.

Die Produktion von Tyrosinase im Körper wird durch UVB-Strahlung durch die Sonne erhöht, wodurch wiederum die Produktion von Melanin verstärkt wird. Das wird vor allem durch die Bräunung der Haut offenbar, wenn diese der Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird.

Welche Verantwortung trägt Tyrosinase an der Entstehung von Melanin?

Tyrosinase leitet die Bildung von Melanin ein. Sie wandelt dabei Monophenole in Chinone um – chemisch sehr reaktive Substanzen, welche sich anschließend selbstständig zu Melanin verbinden. Somit hat das Enzym Tyrosinase sowohl für die Haut- als auch die natürliche Haarfarbe eine maßgebliche Bedeutung.

Tyrosinase und Wasserstoffperoxid

Im Stoffwechsel des menschlichen Organismus werden laufend Stoffwechselabbauprodukte wie Wasserstoffperoxid produziert. Wasserstoffperoxid schadet den Zellen und kann sogar das Genom angreifen und damit ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Laufen die Stoffwechselprozesse des Körpers normal ab, so neutralisiert das Enzym Katalase das Wasserstoffperoxid, indem es dieses in Wasser und Sauerstoff umsetzt. Ist der Stoffwechsel jedoch gestört – beispielsweise durch Krankheiten, Medikamente, ungesunde Ernährung oder Stress – so ist er nicht in der Lage, Wasserstoffperoxid wie gewohnt abzubauen. Man spricht hierbei von oxidativem Stress.

Der Abbau von Wasserstoffperoxid ist zudem in Hinblick auf die Funktion der Tyrosinase entscheidend. Das Wasserstoffperoxid greift die Tyrosinase an, indem es die Aminosäure Methionin – ein Bestandteil der Tyrosinase – oxidiert. Dadurch kann sich die in ihrer Struktur veränderte Tyrosinase nicht mehr an der Produktion von Melanin beteiligen. Darüber hinaus hemmt das Wasserstoffperoxid weitere Enzyme, die der Reparatur der oxidierten Aminosäuren dienen sollten. In der Folge verfügt der Körper nicht mehr über ausreichend Tyrosinase in ihrer eigentlichen Form, wodurch er auch kein Melanin mehr produzieren kann. Ein sichtbares Ergebnis dieser fatalen Prozesskette ist das graue Haar.

Gesunder Lebenswandel und gezielte Pflege der Kopfhaut

Die Basis für den langfristigen Erhalt der natürlichen Haarfarbe ist ein gesunder Stoffwechsel, der den oxidativen Stress und damit die Konzentration an Wasserstoffperoxid in den Zellen – insbesondere in der Kopfhaut – niedrig hält. Um diese Abläufe im Körper aufrecht zu erhalten, sollten Sie einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung, wenig Stress und dem Verzicht auf Nikotin oder übermäßigem Alkoholkonsum pflegen.

Besonders sollten Sie auf die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen sowie Antioxidantien achten, da diese den Level an Wasserstoffperoxiden und damit den oxidativen Stress senken. Auch die ausreichende Versorgung des Körpers mit allen essentiellen Aminosäuren sowie Kupfer als Bestandteile der Tyrosinase ist notwendig. Hierzu bietet sich besonders der Verzehr von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Kakao und Nüssen an. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Kost, um Ihren Körper dauerhaft mit allen wichtigen Bausteinen zu versorgen, die für einen gesunden Stoffwechsel unabdingbar sind. Denn graue Haare sind häufig ein Indikator für einen Mangel an Nährstoffen. Fehlt ein Glied in dieser Kette und kann es nicht ausgeglichen werden, so ist der gesamte Ablauf gestört.

Zur gezielten Unterstützung des Stoffwechsels in der Kopfhaut empfiehlt sich zudem die Pflege mit der Anti-Grau-Kopfhaut-Lotion Dérmosthétique Anti-Age Elixir-Anti-Grey. Der darin enthaltene Wirkstoffkomplex unterstützt die Haarfollikel in ihrer Aufgabe, gesunde und schöne Haare in der natürlichen Haarfarbe zu produzieren, perfekt. Ein biomimetisches Peptid stimuliert die Melaninproduktion, der pflanzliche Extrakt des Kerzenstrauchs wirkt antioxidativ und senkt so den oxidativen Stress effektiv. Die Mineralien aus dem Heilstein Malachit versorgen die Haarpapille mit wichtigen Spurenelementen und wirken ebenfalls antioxidativ. So erhält die regelmäßige Pflege der Kopfhaut und der Haare mit Elixir Anti-Grey von La Biosthétique die natürliche Haarfarbe langfristig und nachhaltig.